Navigation und Service

Logo der Bundesregierung

Mittem im Leben

Sich für andere engagieren, etwas Neues lernen, ein Unternehmen gründen: „Mitten im Leben“ zeigt Beispiele für ein aktives Alter. Die Beiträge stellen Vereine und Initiativen vor, die sich sozial engagieren. Sie berichten von Unternehmen, die ältere Beschäftigte fördern oder erzählen die Geschichte von Menschen, die sich in der zweiten Lebenshälfte für die Gründung einer beruflichen Existenz entscheiden.

Maria Brückl am Akkordeon; im Hintergrund sind weitere Instrumente und eine Urkunde zu sehen  

Mit 92 den Takt angeben

Ein Leben ohne Musik ist für sie unvorstellbar: Maria Brückl ist 92 Jahre alt und eine der ältesten Akkordeonspielerinnen Deutschlands. Als Dirigentin leitet sie ein Münchner Akkordeonorchester mit 50 Musikern. Wann sie Taktstock und Instrument beiseitelegt? Auf diese Frage hat Maria Brückl keine Antwort - nur ein Lächeln.

Marc Janssens zwischen Maispflanzen, die weit über seinen Kopf herausragen  

Unentwegt um die Welt

Bolivien, China, Ecuador, Marokko, der Kongo: Marc Janssens reist um die Welt. Der Landwirtschafts-Ingenieur ist Mitglied des Senior Experten Service, einer Organisation, die erfahrene Fachkräfte in die Welt entsendet. In vielen Ländern unterstützt der 72-Jährige Bauern und Landwirte beim Anbau von Pflanzen. Viele Reisen sind gefährlich. Doch Janssens macht weiter. Warum? "Vielleicht, weil ich verrückt bin."

Thomas Henrich hängt ein Werbeplakat für die Freiwilligenmesse Nürnberg auf  

Ein Mann, ein Verein

Thomas Henrich engagiert sich seit zehn Jahren für soziale Initiativen. Er baut Freiwilligen-Zentren auf, koordiniert Teams und animiert andere, sich ehrenamtlich zu betätigen. Er gehört keinem Verein, keiner Organisation an. Seine Initiative ist: er selbst. Er bezeichnet sich als Ich-Verein - weil er als "Alleinhelfer" anderen Projekten auf die Beine hilft.

Ihre Geschichte

Das Leben schreibt viele Geschichten. Erzählen Sie uns Ihre. Zeigen Sie uns, wie man das Alter aktiv lebt, regen Sie andere zum Nachahmen an. Nutzen Sie die Chance, sich mit Ihrer Geschichte zu präsentieren!

Rosel Hopf, umringt von einer Schar von Kindern  

Im Einsatz für die Kleinsten

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!" Diesen Gedanken des Autors Erich Kästner hat sich Rosel Hopf zum Lebensmotto gemacht. 2007 gründete die 73-Jährige den "Warenkorb Pfungstadt". Nur ein Jahr später kam der "Kinderwarenkorb" dazu. Heute ist der Treffpunkt für die Kleinen nicht mehr aus der Stadt wegzudenken.

Irmgard Schürgers mit einem aufgeschlagenen Buch in der Hand; sie lächelt in die Kamera  

Morde halten fit

Irmgard Schürgers hat Menschen auf dem Gewissen. Allerdings nur in ihren Büchern. 2010 veröffentlichte die ehemalige Redaktionsassistentin ihren ersten Kriminalroman. Heute, sechs Jahre später, arbeitet die 68-Jährige an ihrem vierten Werk. Es geht natürlich um Mord. Wozu der Tod führt? Er hält ihren Geist lebendig.

Horst Westphal vom Verein ViLE am heimischen PC  

Gemeinsam statt einsam

Horst Westphal verbindet Menschen. Der 88-Jährige ist Mitbegründer des ViLE-Netzwerks. Dem Verein gehören bundesweit etwa 130 Seniorinnen und Senioren an. Gemeinsam organisieren sie mithilfe neuer Medien Seminare und Exkursionen und betreiben eine Online-Plattform. Die Themen seiner Generation ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, ist Westphals Anliegen - und sein persönlicher Weg, aus seinem Ruhestand etwas zu machen.

Rüdiger Schumacher sitzt mit einem älteren Mann an einem runden Tisch; die beiden sind über ein Buch gebeugt  

Ohne Improvisation geht nichts

Als im vergangenen Jahr etwa 1 Million Flüchtlinge nach Deutschland kam, war schnell klar: Wenn man so viele Menschen aufnehmen, versorgen, integrieren will, kann man nicht nach Schema F arbeiten. Vielmehr war und ist eine Fähigkeit gefragt, für die Deutsche nicht unbedingt bekannt sind: Improvisation. Diese Erfahrung hat auch Rüdiger Schumacher gemacht. Statt mit Zahlen und Formeln zu hantieren, hilft der ehemalige Mathematiker und Informatiker jetzt Menschen aus fernen Ländern beim Deutschlernen.

Ingrid Gilgen mit Telefonhörer in der Hand  

Ganz Ohr

Probleme mit der Pflege oder dem Wohnen, Sorgen um die Familie oder Angst vor der Einsamkeit: Gründe gibt es viele, warum ältere Menschen das Berliner Seniorentelefon kontaktieren. Das Projekt gibt es seit 1993. Ingrid Gilgen ist seit fünf Jahren dabei. Sie ist eine von 14 Beraterinnen und Beratern, die Ratschläge geben, Kontakte vermitteln und mit Anrufern sprechen. Häufig ist das Wertvollste, was sie tut, aber nicht reden - sondern zuhören.

© 2016 Presse- und Informationsamt der Bundesregierung