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Jetzt impfen lassen, um die Wintergrippe zu vermeiden

Datum: 19.10.2016

Mit einer echten Grippe ist nicht zu spaßen. Experten empfehlen deshalb insbesondere älteren Menschen und Menschen mit schwachem Immunsystem, sich vor Beginn des Winters gegen Influenza impfen zu lassen.

In Deutschland tritt die "Grippewelle" in der Regel nach dem Jahreswechsel auf. Bis der Impfschutz vollständig wirkt, dauert es etwa 10 bis 14 Tage. Daher rufen das Robert Koch-Institut (RKI), die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Paul-Ehrlich-Institut jetzt gemeinsam dazu auf, sich im Oktober und November impfen zu lassen. Die Gesundheitsexperten weisen gleichzeitig darauf hin, dass auch eine spätere Impfung sinnvoll sein kann - gerade, wenn die Grippewelle noch nicht eingesetzt oder gerade erst begonnen hat.

Vorbeugen durch Schutzimpfung

Schutzimpfungen gelten als die beste und kostengünstigste Möglichkeit, Infektionskrankheiten vorzubeugen. Jedes Jahr wird die Zusammensetzung des Impfstoffes überprüft. Unter Berücksichtigung der aktuell weltweit zirkulierenden Virustypen werden die Impfstoffe gegebenenfalls verändert. In der Folge muss auch die Schutzimpfung gegen die winterliche Grippe jährlich erneuert werden.

Impfen hilft dabei nicht nur dem Einzelnen: Wenn sich viele Menschen impfen lassen, werden mögliche Infektionsketten unterbrochen. Diese Unterbrechung schützt gefährdete Personen, die sich aus diversen Gründen nicht impfen lassen können.

Nach Einschätzung von Experten sind die Impfquoten in Deutschland allerdings noch immer zu niedrig. So heißt es im Epidemiologischen Bulletin des RKI Anfang 2016: Bei Senioren lag die Impfquote im Winter 2014/15 bei 36,7 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit der Saison 2008/09.

Kampagne zur Schließung der Impflücke

Um die sogenannte Impflücke zu schließen, haben BZgA und RKI die Kampagne "Wir kommen der Grippe zuvor" ins Leben gerufen. Sie soll gleichzeitig das Wissen über die Erkrankung fördern. Auf der Website zur Kampagne finden verschiedene Risikogruppen auf sie zugeschnittene Informationen zum Grippeschutz. So wird zum Beispiel erläutert, weshalb sich Menschen ab 60 Jahren impfen lassen sollten, wie wahrscheinlich Nebenwirkungen sind und was sie persönlich im täglichen Leben tun können, um eine Ansteckung zu vermeiden.

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