Insgesamt sei der deutsche Arbeitsmarkt robust, erklärte Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit. Der Anteil der Arbeitslosen über 50 Jahre blieb nahezu unverändert. In Ostdeutschland sank er sogar um 0,2 Prozent, während er in Westdeutschland um 0,3 Prozent zunahm. "Die Wirtschaftskrise hat sich bislang weniger stark als befürchtet auf den deutschen Arbeitsmarkt ausgewirkt", so Weise. Die jüngst veröffentlichte Prognose der Bundesregierung für das Jahr 2010 im Jahreswirtschaftsbericht bestätigt das. Dort wird mit einem niedrigeren Jahresdurchschnitt bei der Arbeitslosigkeit gerechnet. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen warnt jedoch davor, von einer Trendwende zu sprechen: "Wir müssen genau beobachten, ob das Bemühen der Unternehmen, Beschäftigte im Betrieb zu halten, weiter trägt." Auffällig an der Entwicklung am Arbeitsmarkt ist eine höhere Dynamik mit mehr Zugängen und zugleich mehr Abgängen als im Januar 2009. Die Zahl der offenen Stellen sank nur leicht.


