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"Fangen Sie einfach mal irgendwo an – ohne Zögern"

Dr. Hans Fleisch, Beauftragter für "ZivilEngagement", stellte sich im Live-Chat von "Erfahrung ist Zukunft" den Fragen der Nutzerinnen und Nutzer rund um das Thema "freiwilliges Engagement".
Wie finde ich heraus, welche Möglichkeiten des freiwilligen Engagements es in meiner Umgebung gibt? Muss ich bestimmte Vorkenntnisse und Qualifikationen mitbringen, wenn ich mich freiwillig engagieren möchte? Von besonderem Interesse waren Auskünfte darüber, wie man sich überhaupt engagieren kann. Auch zu finanziellen Fördermöglichkeiten und rechtlichen Rahmenbedingungen für ehrenamtlich Tätige gab der Experte Tipps. "Fangen Sie einfach mal irgendwo an – ohne Zögern", empfahl Dr. Hans Fleisch auf diese Fragen. Jeder Mensch habe etwas zu bieten und notwendige Zusatzqualifikationen erwirbt man beim Engagement selbst. "Schön ist, wenn man regelmäßig und für eine nicht zu kurze Dauer Zeit zur Verfügung steht. Dann bekommt das Engagement mehr Nachhaltigkeit, Tiefe und Verlässlichkeit und macht auch mehr Freude", sagt der Beauftragte für "ZivilEngagement".
 
Am einfachsten ist es, wenn man sich in seiner direkten Umgebung nach ehrenamtlichen Aktivitäten umschaut. Sollte sich hier nichts Passendes finden, besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Suchmaschine im Internet eine entsprechende Tätigkeit zu finden. Mit dem Portal http://www.engagiert-in-deutschland.de/ steht ehrenamtlich Interessierten auch eine zentrale Anlaufstelle im Internet zur Verfügung. Dieses Angebot befindet sich zwar noch im Aufbau, es funktioniert aber schon und wird in den nächsten Monaten vollständig erweitert. Außerdem verfügt jede größere Kommune in der Regel über eine Kontaktstelle für freiwillig Engagierte, wo man sich auch persönlich informieren kann.
 
Finanzielle und rechtliche Rahmenbedingungen
 
Der Experte Dr. Fleisch wurde von Nutzerinnen und Nutzern des Chats auch nach den finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen gefragt. Freiwilliges Engagement generiert grundsätzlich keine Einkünfte und fließt auch nicht in die Rentenansprüche ein. Dennoch gibt es finanzielle Fördermöglichkeiten für ein Ehrenamt. So können ehrenamtliche Initiativen ihren Engagierten eine steuerfreie Aufwandspauschale bis zu 500 Euro zahlen. Ein Chat-Teilnehmer wollte wissen, ob er im Falle eines Unfalls bei der Jugendarbeit als Engagierter versichert sei. Dr. Hans Fleisch verwies auf den Versicherungsschutz, den es auf Länderebene gebe, der aber nicht lückenlos sei. Deshalb empfiehlt es sich, Versicherungsfragen vor einem Engagement mit dem Träger zu besprechen. Grundsätzlich verfügen Vereine und Organisationen über zusätzliche Versicherungen. Weitere Tipps zu diesem Thema gibt es in der Rubrik "Bürgerinnen und Bürger" auf der Internetseite der Initiative "ZivilEngagement".
 
Ältere und Ehrenamt
 
Einen anderen User des Chats interessierte es besonders, welche staatlichen Maßnahmen es zur Aktivierung älterer Menschen für ein freiwilliges Engagement gebe. Die Bereitschaft Älterer sich zu engagieren ist grundsätzlich hoch, so Dr. Fleisch. Das große Potenzial muss aber noch besser organisiert werden. Nach Fleischs Ansicht seien dafür primär nicht staatliche Organisationen gefragt. Dennoch gibt es aber auf Kommunal-, Länder- und Bundesebene verschiedene Aktivitäten zur Förderung des Ehrenamtes, so etwa die "Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros".
 
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Dr. Hans Fleisch zum freiwilligen Engagement älterer Menschen.