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Live-Chat mit Dr. Hermann Kues: "Das Alter als Chance begreifen"

Datum: 11.12.2007

Welche Chancen bietet das Alter? Diese Frage diskutierte am Montag der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Live-Chat der Initiative "Erfahrung ist Zukunft" und des Forums für Senioren.

Die Fragen im Live-Chat kamen aus ganz unterschiedlichen Bereichen: von den Folgen des demografischen Wandels über die Wirtschaftskraft der über 50-Jährigen bis zu den Chancen Älterer auf dem Arbeitsmarkt. „Das Entscheidende ist, dass wir Alter nicht nur als Defizitsituation begreifen, sondern als Chance“, sagte Dr. Hermann Kues auf die Frage, was zu tun sei, um Senioren als Teil der Gesellschaft zu stärken. Ältere hätten viele Potenziale, die Möglichkeiten der Teilhabe böten – in der Arbeitswelt, aber auch in der Gesellschaft allgemein, so Kues weiter.

Chancen bieten die gewonnenen Jahre des Alters vor allem für gesellschaftliches Engagement. Wie Engagierte unterstützt werden, lautete daher eine Frage. Ältere könnten sich zum Beispiel in Mehrgenerationenhäusern oder über die generationsübergreifenden Freiwilligendienste engagieren. Entscheidend dabei sei, dass Seniorinnen und Senioren sich hier auch tatsächlich einbrächten. Immerhin ein Drittel der Senioren engagiere sich bereits freiwillig, ein weiteres Drittel sei laut dem Parlamentarischen Staatssekretär daran interessiert. Das Engagement der Älteren werde zum Beispiel über Einrichtungen wie Seniorenbüros gefördert.

Darüber hinaus bietet das Alter auch für die Wirtschaft neue Chancen: Was könne getan werden, damit sich die Wirtschaft mehr an den Bedürfnissen der älteren Menschen orientiert, so die Frage eines Teilnehmers. In vielen Gütergruppen wie Nahrungsmitteln, Bekleidung und Reisen sind Senioren bereits für fast 50 Prozent der Konsumausgaben verantwortlich. Viele Unternehmen bieten bereits altersgerechte Produkte und Dienstleistungen an. Kues: „Die über 50-Jährigen sind die Zielgruppe mit dem höchsten Wachstumspotenzial.“ Kluge Unternehmer würden selbst Interesse daran haben und sich darauf einstellen, so der Staatssekretär. Daneben fördere auch das Bundesfamilienministerium die notwendigen Veränderungen.

Dr. Hermann Kues beantwortete während des einstündigen Chats 34 Fragen. Die ausführlichen Fragen und Antworten können Sie nachlesen im Protokoll zum Chat.

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