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Damit freiwilliges Engagement keine Eintagsfliege bleibt: Broschüre stellt gute Beispiele aus der kommunalen Praxis vor

Datum: 04.07.2007

Schulbusbegleitung, Vorlesestunde im Kindergarten oder Bibliotheksdienst: Viele Ältere engagieren sich freiwillig. Damit ergänzen sie vielerorts kommunale Leistungen. Das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) hat nachahmenswerte Beispielprojekte untersucht. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Broschüre „Selbstorganisation älterer Menschen: Beispiele guter Praxis“ des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) veröffentlicht.

Laut Studie engagieren sich ältere Menschen in vielfältigen Bereichen: in Seniorentreffs, als Schulbusbegleiter oder in kommunalen Einrichtungen wie Büchereien oder Schwimmbädern. Viele Ältere engagieren sich für Schülerinnen und Schüler. Zum Beispiel in Vorleseprojekten in Kindergärten oder Grundschulen wie „Iserhagen liest vor“ oder bei den „Vorlese-Omas“ Ahlen.

Bei vielen der insgesamt 52 untersuchten Projekte gingen bisher freiwillige kommunale Leistungen in die Selbstorganisation älterer Menschen über. Durch ihr Engagement wurde die Palette der kommunalen Angebote vergrößert. Bürgerinnen und Bürger schafften durch ihr Engagement eine Vielzahl neuer Leistungen, nicht nur für ältere Menschen. Wichtig für den Bestand des Engagements ist die Unterstützung von außen.

Engagement hat viele Unterstützer

Die unterschiedlichen Projekte sind oft an den örtlichen Seniorenbeirat oder das Seniorenbüro angebunden, so die Studie. Unterstützt werden sie außerdem von der Politik, von Vereinen und Verbänden, Stiftungen und privaten Spendern. In einem Fünftel der Beispiele treten Unternehmen als Unterstützer auf.

Mit Hilfe eines Unternehmens entstand zum Beispiel das Internetcafé für Senioren in Finnentrop. Initiiert wurde es von der Fachstelle für Seniorenarbeit der Gemeinde. Das Café bietet PC-Kurse für Seniorinnen und Senioren, die von älteren Freiwilligen geleitet werden.

Förderung lohnt sich für Kommunen

Die meisten vorgestellten Projekte wurden erst in den letzten fünf Jahren auf den Weg gebracht. Wie das ISS feststellt, sei das Engagement dennoch keine „Eintagsfliege“. Um den Bestand der Projekte langfristig zu sichern, komme der kommunalen Förderung eine besondere Rolle zu. Neben finanzieller und personeller Unterstützung spielen Sachmittel und Qualifizierungsmöglichkeiten eine wichtige Rolle. Feste kommunale Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Engagierte sind ebenfalls förderlich.

Für die Kommunen lohne sich der Aufbau dieser Strukturen, da einmal angestoßene Projekte weiteres Engagement und neue Angebote nach sich ziehe. Es wirke „ansteckend“ und erhöhe so die Attraktivität des Gemeindelebens, so das ISS.

Die Broschüre „Selbstorganisation älterer Menschen: Beispiele guter Praxis“ können Sie bestellen oder auf der Internetseite des BMFSFJ als PDF herunterladen.

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