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Nach dem Ruhestand weltweit im Einsatz: Senior Experten Service zieht Rekordbilanz für 2006

Datum: 06.06.2007

Der Senior Experten Service (SES) vermittelte 2006 die meisten Einsätze seit seiner Gründung vor 24 Jahren: Bei Projekten im In- und Ausland leisteten Senior Expertinnen und Experten 1.484 Mal erfolgreich Hilfe zur Selbsthilfe.

„Sieben Jahre in Folge ist die Zahl der In- und Auslandseinsätze gestiegen“, bilanzierte die Geschäftsführerin Dr. Susanne Nonnen auf der Jahrespressekonferenz des SES am 29. Mai 2007 in Bonn. Der SES vermittelt Freiwillige, meist pensionierte Fachkräfte, als Beraterinnen und Berater an Institutionen ins In- und Ausland. Immer mehr Anfragen von kleinen und mittleren Unternehmen, von sozialen Einrichtungen und Organisationen erreichen den SES. Darunter auch immer mehr Anfragen aus Deutschland.

Meistens finden die Einsätze der Freiwilligen aber in Entwicklungs- und Schwellenländern statt. Von Bolivien bis China, von Indien bis Madagaskar bringen die Senior Expertinnen und Experten ihre Erfahrungen ein. Sie modernisieren Schiffswerften in Serbien, schulen Pflegehelferinnen in Ägypten oder geben Tipps zur Brombeerenzucht in China.

Probleme allein meistern

Seniorexperte Peter Boekstegen aus Bonn reiste bereits zwei Mal in das bengalische Kinderdorf Ashagram in Indien. Er brachte dort den Jugendlichen bei, wie sie landwirtschaftliche Flächen bewirtschaften können. „Die Kinder kommen meist aus landlosen Familien und sollen später die Möglichkeit haben, sich selbst durch Gartenbau zu ernähren“, erklärt Boekstegen. Sein dritter Einsatz in dem Dorf wird zugleich sein letzter sein. Die landwirtschaftlichen Aktivitäten hätten sich so positiv entwickelt, dass sie die Sache allein meistern können, so der Experte weiter.

Hans-Werner Schmidt aus Leverkusen war für SES in Äthiopien unterwegs. Dort vermittelte er äthiopischen Bauern den effizienten und umweltschonenden Umgang mit Pflanzenschutzmitteln. Sie erfuhren beispielsweise, wie sie sich Insekten als natürliche Schädlingsvertilger zunutze machen können. Schmidts Tipps halfen, den Gebrauch von Umwelt belastenden Insektiziden zu verringern.

„Nachwuchs“ gesucht

Mehr als 7.200 Menschen haben sich bereits als Senior Expertinnen und Experten registrieren lassen. Der SES sucht aber nach wie vor Freiwillige, die sich nach Ende ihres aktiven Berufslebens ehrenamtlich engagieren möchten. Besonders gefragt sind unter anderem Fachleute aus der Tourismusbranche und dem Bereich regenerativer Energien. Auf der Internetseite des SES können Interessierte nach Hilfsprojekten suchen und sich registrieren lassen.  

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