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Unternehmen unternehmen Gesundheit: Präventionskongress des Bundesgesundheitsministeriums

Datum: 02.12.2011

Es lohnt sich für Unternehmen, in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu investieren. Dies machte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr auf der Veranstaltung "Unternehmen unternehmen Gesundheit 2011" deutlich. Zum diesjährigen Präventionskongress des Bundesgesundheitsministeriums am 1. Dezember 2011 waren über 300 Teilnehmer erschienen, um sich über die berufliche Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz zu informieren und Möglichkeiten zur Umsetzung in Unternehmen zu diskutieren.

In seiner Eröffnungsrede im Berliner ewerk betonte Daniel Bahr die Notwendigkeit, auch kleine und mittlere Unternehmen für Präventionsmaßnahmen zu gewinnen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sei Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz wichtig, um qualifizierte Mitarbeiter möglichst lange im Betrieb zu halten. Der Minister hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung älterer Mitarbeiter für den unternehmerischen Erfolg hervor. Ihre Erfahrung sei unverzichtbar.

Dass sich das Engagement für die Gesundheitsförderung von Beschäftigten für Betriebe auch finanziell lohnt demonstrierte Bahr anhand konkreter Zahlen: "Studien zeigen", so Bahr, "dass Unternehmen, die einen Euro pro beschäftigter Person und Jahr in betriebliche Prävention investieren, mit einem potenziellen ökonomischen Erfolg in Höhe von 2,20 Euro rechnen können. Das sind Zahlen, die jedem Unternehmen einen guten Anreiz liefern, über betriebliche Gesundheitsförderung nicht nur nachzudenken, sondern damit anzufangen."

Prävention am Arbeitsplatz lohnt sich für große Unternehmen genau so wie mittlere und kleinere. Gerade letztere müssen laut Bahr allerdings vermehrt für das Thema gewonnen werden. Eine Möglichkeit sieht der Minister darin, dass Unternehmen sich bei der Einführung von Maßnahmen an bereits bestehenden Strukturen orientieren. Bahr empfahl in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit in regionalen Netzwerken und ermunterte die Verantwortlichen kleiner Betriebe, beim Thema "Gesundheitsförderung" von einander zu lernen: "Machen Sie hier ruhig einmal ,Copy und Paste'", so der Minister.

Bahr will bei der betrieblichen Gesundheitsförderung "keine unnötigen Strukturen" schaffen. Der Bundesgesundheitsminister sprach sich klar gegen die Einführung eines Präventionsgesetzes aus. Er sprach sich aber dafür aus, dass Krankenkassen mehr Möglichkeiten bekommen, Prävention am Arbeitsplatz zu fördern. Angesichts der Tatsache, dass zur Zeit 79 Prozent der Ausgaben der Kassen für individuelle Präventionsmaßnahmen ausgegeben würden und nur 14 Prozent für betriebliche Gesundheitsförderung, gebe es hier noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Beeindruckt zeigte sich Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr von der Zahl der 
Betriebe, die der Bitte des Ministeriums gefolgt sind und Beispiele guter Praxis der betrieblichen Gesundheitsförderung zugesandt haben. Daraus entstanden ist eine Sammlung von über 120 Beispielen, die in einem Kompendium zur 
betrieblichen Gesundheitsförderung zusammengefasst wurden. Bahr überreichte das Kompendium auf der Veranstaltung an Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Dr. Eric Schweitzer, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Berlin, und Karl-Sebastian  Schulte, Geschäftsführer des Zentralverbands des deutschen Handwerks.

Drei der über 120 Beispiele guter Praxis wurden auf einer Podiumsdiskussion am Nachmittag vorgestellt und diskutiert. Sie sind in Form von Videobeiträgen auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums zu sehen.

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