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Mehr Beschäftigung für Ältere

Datum: 03.01.2012

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat Anfang Januar 2012 die Arbeitsmarktzahlen für das Jahr 2011, insbesondere diejenigen für Dezember 2011, vorgestellt und kommentiert. Mit Bezug auf ältere Menschen zeigte sie sich überzeugt, dass deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren steigen werden. Sie forderte zugleich Unternehmen dazu auf, die Potenziale Älterer noch stärker als bisher zu nutzen.

Für die Bundesarbeitsministerin war 2011 ein gutes Jahr für den Arbeitsmarkt: Im Jahresschnitt 2011 habe die Arbeitslosigkeit den niedrigsten Stand seit 1991 erreicht. Die Erwerbstätigkeit sei mit über 41 Millionen auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung geklettert. Die dauerhaft gute Konjunktur und der hohe Fachkräftebedarf sorgten dafür, dass immer mehr Menschen, die lange außen vor geblieben sind,  eine Chance bekämen. Von der Leyen: "Die ungebrochen hohe Nachfrage nach Arbeitskräften sehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Offene Stellen bedeuten nicht nur Chancen für Arbeitsuchende sondern auch längere Vakanzen, höhere Suchkosten und entgangene Aufträge für die Unternehmen."

Doch der immer stärkere Fachkräftemangel öffne auch Türen. Weil immer weniger Junge nachkämen, gäben heute immer mehr Firmen auch jungen Menschen mit schlechteren Zeugnissen eine Chance. "Diese Einstellung", so die Bundesarbeitsministerin, "muss auch gegenüber Älteren, insbesondere älteren Arbeitslosen wachsen. Hier passiert meines Erachtens noch zu wenig." Es müsse mehr Bereitschaft geben, auch einem älteren Arbeitslosen eine Chance zu geben - wissend, dass man vielleicht am Anfang etwas investieren muss in Nachqualifizierung, aber auf die Dauer einen motivierten und verlässlichen Mitarbeiter mehr im Betrieb hat.

Die Zukunftsaussichten für Ältere beurteilte Ursula von der Leyen insgesamt positiv: "Unter dem Strich bin ich der Überzeugung, dass die steigende Nachfrage - nicht nur nach Fachkräften, sondern insgesamt nach Arbeitskräften - eine Chance für die Älteren wird."

Für eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt für Ältere sprechen auch die Zahlen: Der Anteil der Erwerbstätigen ist bei den 55- bis 65-Jährigen von rund 37 Prozent im Jahr 2000 auf rund 58 Prozent im Jahr 2010 gestiegen. Im 2. Quartal des Jahres 2011 erhöhte er sich sogar noch einmal auf rund 60 Prozent. Vor einem Jahr waren 8,5 Prozent der Altersgruppe der 55- bis 65-Jährigen arbeitslos. Im November 2011 ist dieser Anteil auf acht Prozent zurückgegangen.

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